Hauptgerichte · Hot Seat

Hot Seat: „Zweitbestes Kürbiscurry“

Ich bitte zu Tisch mit der neuen Kategorie „Hot Seat“, in der befreundete Gamer ihre liebsten – oder in diesem Fall zweitbesten – Rezepte zum Besten geben. Den Anfang macht auch der Initiator dieser Kategorie Rainer „Feuilleton-Man“ Sigl, der sich gemeinhin auf videogametourism.at der digitalen Kultur verschrieben hat und seit neustem mit Extraleben nun auch öfter zu hören sein wird. Wenn man sich sein Rezept aber anschaut, scheint er sich in der analogen Ess-Kultur auch wohl zu fühlen. Hier ist es also, das „Zweitbeste Kürbiscurry“, einen herzlichen Dank dafür!

Das zweitbeste Kürbiscurry der Welt

 

inle-see

Das beste Kürbiscurry der Welt gibt es meines Wissens nach im Westen des Inle-Sees, auf dem Shan-Plateau an den Rändern des goldenen Dreiecks zwischen Thailand, Burma und China. In einem kleinen burmesischen Dorf am Rand des Inle-Sees, der wegen seiner idyllischen Lage, der besonderen Rudertechnik seiner Fischer und besonders wegen der vielen halb schwimmenden Stelzendörfer weltbekannt ist, habe ich in der verregneten Nebensaison im April 2011 dort nach einem Wolkenbruch im Inthein-Village das weltbeste Kürbiscurry gegessen, wie es göttlicher nicht sein kann.

Meine eigene Interpretation kommt – leider – an die Erhabenheit dieses unerreichten Erlebnisses nicht heran. Gut schmeckt diese Variante trotzdem, besonders wegen der selten in unseren Breiten verwendeten Erdnüsse und der feinen Mischung aus Schärfe und wärmendem Ingwer-Kokos-Geschmack – ein perfektes Herbstessen.

Für 2-3 Personen

Man nehme
250-300 g Kürbis, würfelig geschnitten
1 große Zwiebel
1 halbe Zucchini
3-4 kleine Kartoffeln
(gern auch Karotten, auf Wunsch auch klein geschnittene Tomaten)

Kürbiskerne
Erdnüsse (geröstet, gesalzen)

Ghee (geklärte Butter; alternativ zB. Erdnussöl)

200 ml Kokosmilch
Suppenwürfel

2-3 kleine Chilis, entkernt
2 Knoblauchzehen
Ingwer (walnussgroß)

Und das Wichtigste:
1 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel (ganz)
1 TL Koriandersamen (ganz)
5 Kardamomkapseln
2 Gewürznelken
1 TL Pfefferkörner
½ TL Zimt

Koriandersamen, Kurkuma, Kreuzkümmel, Pfeffer, Kardamomkapseln und Gewürznelken im Mörser fein zerstoßen. (Falls in eurem bemitleidenswerten Haushalt ein Mörser nicht vorhanden sein sollte, unbedingt zu Weihnachten schenken lassen – Mörser machen die Zubereitung frischer Gewürze zum reinen Vergnügen für alle Sinne. Trust me!) Beratungsresistente Banausen können es auch mit fertigem Currypulver probieren, allerdings werdet ihr es bereuen. Just saying.

Alle Gewürze in 2 EL zerlassener Ghee (oder Erdnussöl) anbraten, bis aufregender Geruch auch die kleinste Hütte erfüllt. Dann grob geviertelte Zwiebel, klein gehackte Chilis, die Kürbiswürfel, geviertelte Kartoffeln und geschnittene Zucchini und sonstiges Gemüse beifügen. Gut anbraten, dann Ingwer und Knoblauch reiben/zerdrücken, hinzugeben.

Mit etwas Wasser (ca 250 ml) und etwas Suppenwürfel aufgießen, kochen lassen. Handvoll Kürbiskerne und Erdnüsse, dann die Kokosmilch dazugeben und einkochen lassen.

Falls zu dünnflüssig: Zermörserte Erdnüsse/Sonnenblumenkerne oder geriebene rohe Kartoffel beigeben. Kochen, bis der Kürbis weich ist (darf auch schon zerfallen).

Vor dem Servieren mit frischem Koriander bestreuen. Mit Basmatireis/Wildreis oder aber Fladenbrot (Roti/Chapati) am besten.

kürbis-curry

Guten Appetit!

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